22.6.06 Ursula Gut scheut öffentliche Podien
Die Regierungsrats-Ersatzwahlen finden dieses Mal unter besonderen Bedingungen statt. In einem Spurtwahlkampf müssen sich die Kandidatinnen den WählerInnen bis zum 9. Juli vorstellen. Eigentlich würde man meinen, dass unter dieser Voraussetzung gerade der weniger bekannten Kandidatin, Ursula Gut, viele öffentliche Auftritte wichtig wären, um sich und ihre Positionen bekannt zu machen.Das Gegenteil ist der Fall. Ursula Guts Team schirmt sie vor öffentlichen Podien ab. Ganze zwei öffentliche Podien haben bisher stattgefunden (in Winterthur (Organisation: Landbote) und in Zürich (Organisation: Frauenzentrale)). Und so wird es wohl auch bleiben.
Nach dem ersten Podium in Winterthur von der Grünen Kantonsrätin Susanne Rihs-Lanz mit dem Vorwurf der Podiumsverweigerung konfrontiert, entgegnete die FDP-Präsidentin, dass dies nicht stimme und empfahl Frau Rihs, auf dem Sekretariat nach einem Termin zu fragen. So fragte dies auf dem FDP Sekretariat, ob die Organisation eines Publikums-Podiums in Bülach möglich wäre. Selbstverständlich mit einer neutralen Leitung z.B. durch den Zürcher Unterländer. Die Antwort spricht Bände:
from: Andreas Hammer
Andreas Hammer
Das Fazit des Landboten nach dem ersten und zweitletzten Publikumspodium war denn auch klar. Er titelte "Genner punktet in Winterthur" und schrieb über Gut und Genner: "Letztere brillierte durch Dossierkenntnis und Wahlkampfroutine. Gut hatte einen schweren Stand."
Mein Fazit der ganzen Geschichte: Die FDP weiss, weshalb sie Frau Gut lieber ohne Kontakt zur politischen Gegnerin in den Zürcher Gemeinden herumtouren und sich durch die jeweilige lokale FDP-Prominenz aufmuntern lässt, statt sich in Anwesenheit der Medien der inhaltlichen Diskussion und vor allem den ungefilterten - und manchmal unangenehmen - Fragen aus dem Publikum zu stellen.
(Balthasar - 14:32)
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